Nachtrag: Die Petition findet sich hier.
Es freut uns bei RettetDarfur.de natürlich, wenn ein Olympia-Sponsor sich mit unserem Anliegen beschäftigt. Im Falle von General Electric sind wir allerdings überrascht, dass anscheinend ein freier PR-Berater aus dem Umfeld von General Electric die Telefonnummern von Unterzeichnern der Petition recherchiert und diese anruft, um mehr über sie herauszufinden. Warum er dabei seine Intentionen nicht klar offenlegt, ist für uns nicht nachvollziehbar.
Wir haben die Unterzeichner der Petition darauf aufmerksam gemacht, dass sie zu keiner telefonischen Auskunft verpflichtet sind.
Es wäre wirklich enttäuschend, wenn dieses Vorgehen die von General Electric gewünschte Reaktion auf Engagement für Darfur ist. General Electric hat die Chance aktiv und weitreichend für Menschenrechte zu wirken und sich durch sein Handeln als verantwortungsbewusstes, modernes Unternehmen zu präsentieren. Es ist nicht in seinem Interesse, wenn diejenigen belästigt werden, die GE an diese Chance erinnern.
Wir hoffen, dass General Electric die Sorgen der Petitionsunterzeichner ernst nimmt und dafür sorgt, dass sie nicht weiter belästigt werden. Stattdessen sollte es seinen Einfluss als Sponsor der olympischen Spiele geltend machen, um eine Veränderung in der chinesischen Politik (warum diese so wichtig ist, steht hier) zugunsten der Menschen in Darfur zu bewirken.
Adidas hat sich per e-Mail an die Unterzeichner der Sponsoren-Petition gewandt und darauf verwiesen, dass man sich als Unternehmen nicht in der Lage sähe, anstelle der internationalen Gemeinschaft zu handeln.
Dies ist nur zum Teil richtig. Wenn adidas sich nicht in der Verantwortung sieht, Lagebilder und Strategien zu Menschenrechtskrisen zu entwickeln, ist dies völlig legitim. Aber adidas kann mit den internationalen Aktivitäten kooperieren. Die Kooperation eines Hauptsponsors der olympischen Spiele mit den internationalen Aktivitäten kann einen gewaltigen Unterschied für die Menschen in Darfur bedeuten. Es ist sehr traurig, dass adidas diese Möglichkeit, sein Profil in Menschenrechtsfragen enorm zu erhöhen, so leichtfertig verstreichen lassen möchte.
24. Mai 2008 at 22:17
[...] >> Bericht zu den ersten Auswirkungen unserer Sponsorenpetition im Blog. [...]
29. Mai 2009 at 00:15
ich werde nach wie vor keine adidas produkte mehr kaufen und rate das auch allen anderen. nicht nur setzen diese sich nicht für die Menschen in Darfur ein, sondern ist es allbekannt, dass Adidas kinderarbeit fördert und unfaire löhne zahlt.
boycott adidas, nike und wie sie alle heißen.
29. Juni 2009 at 11:59
Politik verrät das Volk, das liegt in ihrer Natur. Da es ja gang und gäbe ist,zu schachern,sollte man vieleicht auch mit den Chinesen schachern, um sie dazu zu bringen, ihre Unterstützung für die Sudanesische Regierung einzu-stellen…
Es mag zynisch sein, sich das bildhaft vorzustellen, aber möglicherweise ist das Problem erst so lösbar..
Die Chinesen wollen das Öl und die Gasvorkommen.. und haben mehrere ( neue ) Konzesionen für Explorationen im christlichen Süden erworben..
Auserdem haben sie Anteile an der staatlichen Explorations- und Bergbaugesellschaft des Sudan erworben, welche gegenwärtig in Darfur und Südsudan nach Erzen und Gold sucht.Die Chinesen interessieren sich nicht für die Menschen dort, oder gar ihre Probleme… Sondern nur für die Rohstoffe. Vieleicht, wenn man den Chinesen ihre Sorge nimmt, das eine neue Regierung ihnen ihren Zugang zu diesen Recourcen abschneidet oder bestehende Verträge anuliert, könnte man sie zu einem einlenken bewegen…zu einem Stillhalten beim Machtwechsel.
Darfur ist nicht das einzige Problem der Regierung in Khartoum. Der Südsudan ist ebenso gefährlich für die Regierung.Aber Südsudan hällt noch still und will nicht der erste sein, der den brüchigen Waffenstillstand und Friedensvertrag bricht. Wenn Südsudan und Darfurrebellen gemeinsam losschlagen, ist es unmöglich für das Regime Khartoums, beide Konflikte gleichzeitig ab zu wehren… Schon immer war das die Sorge Khartoums, weswegen die Chronologische Reihenfolge der Ereignisse offensichtlich ist, das erst der Südsudan “ beruhigt“ werden musste, bevor man offensiv wurde und sich Darfur vornahm. Was bisher auch immer vernachlässigt wurde,ist,das es in Sudan etliche Regierungskritiker gibt, und auch eine Opposition.Man sollte an diese Denken und sich überlegen, wie man am besten vorgeht,um Khartoum zu schwächen und durch eine neue Regierung ab zu lösen..
Die Sudanesische Regierung ist längst nicht so stark im Volk verankert, wie die Welt gemeinhin annimmt…vielen Menschen ist klar, das die Regierung die Religion nur als Vorwand nimmt um ihre perfiden Interessen der Selbsbereicherung einzelner ( die gesammte Regierung )zu verstecken.
Diese Regierung interesiert sich nicht für den Islam,sondern nur für die Selbstbereicherung… fast die gesamte Industrie des Landes befindet sich in der Hand einzelner Politiker und deren Familienclans… eine Veränderung Sudans darf also die Wirtschaft dort nicht aussparen.Denn die Sudanesen interesieren sich weniger für Politk als vielmehr für ein Leben in Würde, sie wollen arbeiten, Geld verdienen, ihre Familien ernähren und sagen können,was sie wollen. Die Wirtschaft ist der Schlüssel zur Lösung der Sudanesischen Probleme…Sie ist die eigentlich schlagkräftigste Macht des Sudan(…)In der Hand der Regierung ist sie das ausführende Organ der ausbeuterischen und verbrecherischen Politik.
Darfur kann man nicht mit Politik allein lösen. Wir konntne schon oft genug sehen, das der Westen schwach ist, wenn es um eine gemeinsame Linie und gemeinsames Handeln geht. Und er hat so manches Volk der Welt schon oft genug verraten und verkauft.Allein auf die Politik darf man nicht hoffen.
Wenn Darfur gelöst werden soll,muss man sich die Sudanesische Wirtschaft vornehmen und ihre Kontrolle durch die Politik brechen, die Opposition ermutigen und einen, friedliche Proteste stattfinden lassen und die Medienberichterstattung auf das Volk übertragen ( Handys, Internet etc.) und China beruhigen, damit es beim Wechsel stillhällt.